United Nations High Commissioner for Refugees

Weltflüchtlingstag

Weltflüchtlingstag
© UNHCR/Urs Schüpbach

Die UN-Vollversammlung hat den 20. Juni zum zentralen internationalen Gedenktag für Flüchtlinge ausgerufen. Dieser Tag wird in vielen Ländern von Aktivitäten und Aktionen begleitet, um auf die besondere Situation und die Not der 43,7 Millionen Flüchtlinge aufmerksam zu machen.

„Alles hinter sich zu lassen, was einem lieb und teuer war, bedeutet, sich in einer unsicheren Zukunft wiederzufinden, in einer fremden Umgebung. Stellen sie sich vor, welchen Mut es erfordert, mit der Aussicht fertig zu werden, Monate, Jahre, womöglich ein ganzes Leben im Exil verbringen zu müssen." (António Guterres, Flüchtlingshochkommissar)

Der Weltflüchtlingstag ist den Flüchtlingen, Asylsuchenden, Binnenvertriebenen, Staatenlosen und RückkehrerInnen auf der ganzen Welt gewidmet, um ihre Hoffnungen und Sehnsüchte nach einem besseren Leben zu würdigen.

In der Schweiz wird zusätzlich der nationale Flüchtlingstag begangen - traditionell am dritten Samstag im Monat Juni. Der Tag des Flüchtlings wird jeweils parterschaftlich von UNHCR, der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) und dem Bundesamt für Migration (BFM) getragen und mit diversen lokalen Akteuren organisiert und durchgeführt. Auch in diesem Jahr wird wieder in über 200 Schweizer Städten und Gemeinden informiert, diskutiert und gefeiert.

Kampagne 2013

Die letzten 24 Monate stellten das UNHCR vor Herausforderungen, wie sie bisher noch selten erlebt wurden. Gleich mehrere humanitäre Krisen ereigneten sich parallel in unterschiedlichen Weltregionen und zwangen insgesamt 45.2 Millionen Menschen dazu, ihr Zuhause zu verlassen. So sind in diesen beiden Jahren, 2011 und 2012, mehr Menschen zur Flucht gezwungen worden als in den sieben Jahren davor zusammen.

Um weiterhin Unterkünfte, Trinkwasser und medizinische Hilfe für all diese Menschen bereitstellen zu können, benötigt das UNHCR deshalb dringend Unterstützung von der internationalen Staatengemeinschaft sowie von potenziellen privaten Spendern wie Unternehmen oder Einzelpersonen.

Fokus 2013: Familie

Der Weltflüchtlingstag 2013 soll für UNHCR Anlass sein, um einerseits auf diese enormen Herausforderungen hinzuweisen. Andererseits soll dieses Jahr im Besonderen auch daran erinnert werden, dass hinter all diesen Zahlen Familien stehen; Familien, die wegen eines gewalttätigen Konflikts fliehen mussten, die während der Flucht auseinandergerissen wurden, die Traumata erlitten oder ihre Flucht mit dem Leben bezahlt haben. So ist jeder und jede, der 45.2 Millionen Flüchtlinge weltweit nicht zuletzt auch Vater oder Mutter, Sohn oder Tochter, Bruder oder Schwester.

In der täglichen Arbeit legt UNHCR deshalb ein besonders Augenmerk auf die spezifischen Probleme, vor die Familien auf der Flucht gestellt werden. So bemüht sich UNHCR beispielsweise, Elternteile zu betreuen, die sich als Alleinversorger der Familie behaupten müssen. Natürlich wird auch versucht, Familien wieder zusammen zu führen, die durch den Krieg auseinander gerissen wurden. Vor allem aber bleibt der Schutz und die Sorge um die jüngsten Opfer der Konflikte – um die Kinder – ein wichtiges Anliegen von UNHCR.

Das Schicksal "1" Familien kann in "1" Minute ändern

Zum Anlass des diesjährigen Weltflüchtlingstages sollen die betroffenen Familien selbst zu Wort kommen dürfen und die Gelegenheit erhalten, zu erzählen, was ihnen widerfahren ist. Ihr individuelles Schicksal soll im Vordergrund stehen und die Aufmerksamkeit und das Interesse der Öffentlichkeit erhalten.

Denn selbst “1“einzige Familie, die durch den Krieg auseinander gerissen wurde, ist “1“ zu viel!

Die Zahl “1“ spielt aber nicht nur im Hinblick auf die einzelnen Familien eine wichtige Rolle. Sondern genauso kann auch “1“ Minute für die Familien entscheidend sein und alles verändern: In nur “1“ Minute werden Familien im Krieg auseinander gerissen, ein Kind wird von seinen Eltern getrennt und Menschen können alles verlieren.

Aber innerhalb von nur "1" Minute kann man ihr Leben auch zum Positiven wenden und beeinflussen: Durch Spenden, Social-Media-Aktionen, direkte Unterstützung von Flüchtlingen und der ehrenamtlichen Mitarbeit kann sich jeder in kurzer Zeit aktiv am Flüchtlingsschutz beteiligen.

Nehmen sie sich deshalb diese “1“ Minute Zeit, um “1“ Familie zu unterstützen, die zur Flucht gezwungen wurde!

Lichter der Hoffnung am Weltflüchtlingstag

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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