United Nations High Commissioner for Refugees
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Warnung vor Rückkehr in den Osten der DR Kongo

© UNHCR / A. Bronee
Flüchtlinge warten in einem Übergangslager in Ruanda auf die Verteilung von Hilfsgütern.

20. November 2012

Goma - Die Eskalation der Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) seit dem 15. November hat dem UNHCR Appell von letzter Woche an benachbarte Regierungen zusätzlich Nachdruck verliehen. UNHCR hatte Regierungen davor gewarnt, Menschen zu einer Rückkehr nach Nord und Süd Kivu zu drängen, solange dringend nötige Verbesserungen der Sicherheits- und Menschenrechtslage noch ausstehen.
Die UNHCR-Empfehlung betrifft auch die Gebiete, die an die Kivus angrenzen, besonders die Provinz Katanga, die ebenfalls vom Konflikt betroffen ist.


Vertriebene brauchen internationalen Flüchtlingsschutz


UNHCR geht davon aus, dass die Menschen, die vor dem Konflikt in den Kivu-Provinzen und anderen betroffenen Gebieten fliehen, internationalen Flüchtlingsschutz benötigen werden. UNHCR rät den Menschen auch davon ab, in die sicheren Gebiete der DR Kongo zurückzukehren, es sei denn, sie haben dort enge und persönliche Verbindungen.
In den vergangenen Monaten waren die Kämpfe in den Kivu-Provinzen zwischen den Regierungstruppen und der M23 - der Rebellenbewegung in Nord Kivu- sowie zwischen Regierungstruppen und anderen bewaffneten Gruppen (Raia Mutomboki, Mai Mai Nyatura) in Süd Kivu besonders heftig.
UNHCR ist zurzeit besonders besorgt über die Situation in der Regoin Goma, wo es während der letzten Tage zu zahlreichen neuen Vertreibungen kam. Das Vorrücken der M23 - Rebellen zwang viele Menschen dazu, in Richtung Goma und Ruanda zu fliehen, weshalb ein großes Camp für Binnenvertriebene in Kanyaruchinya jetzt nahezu leer steht. Zuvor beherbergte es 60.000 Menschen. Um Goma treffen Berichten zufolge Frauen und Kinder in Mugunga 3 und anderen behelfsmäßig errichteten Siedlungen ein. Viele humanitäre Aktivitäten wurden aufgrund der Sicherheitslage vorübergehend ausgesetzt.
650.000 Vertriebene seit Beginn des Jahres
Seit Anfang dieses Jahres hat der erneute Konflikt in diesen beiden Regionen eine bereits schlimme humanitäre Lage verschärft und fast 650.000 Menschen entwurzelt. Dazu gehören seit April auch 250.000 neu vertriebene Zivilisten in Nord Kivu sowie 339.000 Menschen in Süd Kivu. Zur selben Zeit sind über 40.000 Menschen nach Uganda und 15.000 nach Ruanda geflohen. Seit August kommen jeden Monat rund 1.000 kongolesische Neuankömmlinge nach Burundi.
Im Osten der DR Kongo gibt es seit fast 17 Jahren immer wieder Gewalt und allgegenwärtige Menschenrechtsverletzungen durch die Konfliktparteien, einschließlich Massenvergewaltigungen, Mord und Plünderungen während der Angriffe und Gegenangriffe auf Dörfer. Zwischen rivalisierenden Gruppen gefangen, werden Zivilisten oft zum Ziel von Angriffen und wegen ihrer angeblichen Nähe zum Feind von Kämpfern missbraucht.

Die Zahl der kongolesischen Flüchtlinge in Nachbarstaaten wird derzeit auf 463.000 geschätzt. Sie befinden sich hauptsächlich in Uganda, der Republik Kongo, Ruanda und der Vereinigten Republik Tansania.

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