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Südsudan: Luftbrücke für 50.000 Flüchtlinge

© UNHCR/ V. Tan
UNHCR Mitarbeiter verteilen Decken in der Flüchtlingssiedlung Doro

Juba/Paloich - Seit vergangener Woche fliegt UNHCR Hilfsgüter für 50.000 Flüchtlinge in den südsudanesischen Bundesstaat Upper Nile. Seit Juni 2011 sind über 200.000  Menschen aus dem Sudan vor Gewalt und Hunger in den Südsudan und nach Äthiopien geflohen.

 

 

Decken, Planen und Moskitonetze

Die Ilyushin-Maschine bringt zwei Mal täglich Hilfsgüter aus Juba nach Paloich. Vom dortigen Flughafen sind es zwischen 90 und 150 Kilometer über die Landstraße zu den drei Flüchtlingssiedlungen Jammam, Doro und Yusuf Batil. An Bord sind Decken, Seife, Plastikplanen, Schlafmatten, Moskitonetze, Küchensets und Wasserkanister. Auch Material um neue Bohrlöcher zu bohren wird geliefert, denn sauberes Wasser wird in der Gegend dringend gebraucht.

Weitere Hilfslieferungen dringend benötigt

In den letzten zwei Monaten kamen so viele neue Flüchtlinge, dass die Hilfslieferungen intensiviert werden mussten. Die Luftbrücke soll die Lieferungen noch beschleunigen, da schlechte Straßen und schwere Regenfälle Transporte über de Landweg erschweren. Zusätzliche wird das Material auf Barken über den Nil transportiert.

Durch die immer schlechter werdenden Lebensbedingungen und die mangelnde Sicherheit in South Kordofan und Blue Nile suchen immer mehr Sudanesen Zuflucht in Südsudan. In Upper Nile sind schon 105.000 Menschen angekommen.

In Bundesstaat Unity leben in der Flüchtlingssiedlung Yida mittlerweile mehr als 55.000 Menschen. Im vergangenen Monat kamen 15.000 neue Flüchtlinge dazu. Auch hier werden weitere Hilfsgüter dringend gebraucht. Die Neuankömmlinge lagern bislang auf Gebieten, auf denen das Vieh weidete, was Konflikte mit der lokalen Bevölkerung provoziert. Gleichzeitig ist UNHCR besorgt, weil die Region in unmittelbarer Nähe zur Grenze liegt.

Immer mehr Neuankömmlinge in Äthiopien

Auch in Äthiopien kommen immer mehr Flüchtlinge aus dem sudanesischen Bundesstaat Blue Nile in der Region Benishangul Gumuz an. Dort wurden bislang mehr als 36.500 Flüchtlinge registriert und die Neuankömmlinge aus dem Sudan werden in das neue Flüchtlingslager Bambasi gebracht. Bambasi ist ausreichend weit von der Grenze entfernt und hat genügend Wasserressourcen.

 

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