United Nations High Commissioner for Refugees
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Zehntausende Iraker verlassen Syrien wegen Gewalt

© UNHCR/P. Moore
In den syrischen Nachbarstaaten warten tausende darauf, sich bei UNHCR registrieren zu können.

Damaskus/Bagdad - Die Gewalt in Syrien hat mehr als zehntausend irakische Flüchtlinge gezwungen, in die Heimat zurückzukehren, obwohl viele immer noch um ihre Sicherheit im Irak fürchten. Demzufolge haben sie aber keine andere Wahl, denn in Syrien sind sie nicht sicher.

UNHCR hat die Anzahl der Mitarbeiter, die die Telefonhotline betreuen, erhöht, da die Leitungen stark überlastet waren. Nach Aussage der Flüchtlinge sind Lebensmittel und Gas zum Kochen nicht ausreichend vorhanden, somit kann eine Versorgung der Grundbedürfnisse kaum gewährleistet werden. Der Bedarf an medizinischer Versorgung steigt, da viele Krankenhäuser geschlossen wurden. Viele Flüchtlinge haben weiterhin Angst um ihre Sicherheit, vor allem Frauen und Kinder.

Mangel an Grundbedürfnissen und Sicherheit

Tausende irakische Flüchtlinge mussten aus Seida Zeinab, einem Vorort von Damaskus in andere Vororte fliehen. Während sich einige direkt in Gefahr befinden, haben andere Angst vor der drohenden Gewalt in Syrien.

Die Regierung im Irak unterstützt irakische Flüchtlinge durch eigens organisierte Rücktransporte; UNHCR vermittelt ebenfalls Transporter. Seit Anfang des Jahres verließen mehr als 13.000 Iraker das Land, die meisten kehren in den Irak zurück.

Irak öffnet Grenzen auch für syrische Flüchtlinge 

UNHCR begrüßt die Ankündigung des irakischen Ministerpräsidenten Nuri al Maliki, syrischen Flüchtlingen freien Zutritt in den Irak zu gewährleisten. Über 7.500 Syrer sind im Irak registriert und rund 500 warten noch darauf registriert zu werden. Die meisten leben in der Region Kurdistan. Das Camp in der Nähe von Dohuk, Domiz, beherbergt  derzeit rund ein Drittel der Flüchtlinge.

Auch der Libanon hält die Grenzen für syrische Flüchtlinge offen. UNHCR schätzt, dass letzte Woche zwischen Mittwoch und Donnerstag 18.000 Menschen die Grenze überquerten. Am Montag kamen noch rund 6.000 Neuankömmlinge bei Masna hinzu. Laut den durchgeführten Interviews mit Neuankömmlingen, plant die Mehrheit voraussichtlich für mehrere Wochen im Libanon zu bleiben, um nach den Unruhen wieder nach Syrien zurückzukehren.

30.000 Syrer im Libanon registriert

Bislang haben sich im Libanon rund 30.000 syrische Flüchtlinge durch UNHCR registrieren lassen, weitere 2.500 warten darauf, registriert zu werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich alle Neuankömmlinge durch UNHCR sofort registrieren lassen, in der Regel kommen zunächst die Bedürftigsten.  

Jordanien: Zehntausende warten auf Registrierung

In Jordanien sind fast 36.000 syrische Flüchtlinge registriert, 2.500 warten hier ebenfalls. Nach Angaben der Behörden gibt es zehntausende Syrer, die noch nicht registriert wurden.

Gestern, mussten 6.000 Menschen in einem Übergangslager, das für rund 2.000 Menschen konzipiert wurde, untergebracht werden. Über Nacht überquerten mehr als 1.200 Syrer die Grenze zu Jordanien, die meisten seien aus Daraa. Tausende werden in das neue Camp in Za'atri übersiedelt. Das Lager versucht die Kapazitäten zu erhöhen, abhängig von der Anzahl der Neuankömmlinge.

Zwei neue Camps in der Türkei

In der Türkei liegt die Zahl der syrischen Flüchtlinge nun bei über 44.000. Die türkischen Behörden richten zwei neue Lager ein, um deren Kapazität mit mindestens 20.000 Menschen zu erhöhen. Eine erhebliche Anzahl von syrischen Turkmenen ist in der vergangenen Woche angekommen.

UNHCR ist dankbar, dass Jordanien, Libanon, Irak und die Türkei die Grenzen offen halten und weiter Flüchtlinge aufnehmen. 193 Millionen US-Dollar werden benötigt, um den Schutz der Flüchtlinge gewährleisten zu können. Von der Gesamtsumme sind derzeit lediglich 26 Prozent finanziert.

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