United Nations High Commissioner for Refugees
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Kampf gegen Hepatitis E im Südsudan

Flüchtlinge im Südsudan
© B. Sokol

14. September 2012

In den Flüchtlingscamps im Südsudan sind 23 Menschen an Hepatitis E erkrankt und 16 Flüchtlinge sind an dem Virus verstorben. UNHCR arbeitet gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium des Südsudans, der Weltgesundheitsorganisation und anderen Partnerorganisationen fieberhaft daran, die weitere Ausbreitung von Hepatitis E zu verhindern.

Ende Juli wurden die ersten Fälle von Gelbsucht registriert, welche ein Symptom von Hepatitis E sein kann, einem Virus, das die Leber schädigt. Sie wird über fäkalienverseuchtes Essen und Wasser übertragen.
13 der insgesamt 16 Opfer wurden im Camp Jamam mit 20.000 Flüchtlingen verzeichnet, weiters wurden dort 255 Fälle von aktuer Gelbsucht gemeldet. Zwei Menschen verstarben im Camp Yusuf Batil, das 37.000 Flüchtlinge beherbergt und in dem 77 Flüchtlinge an akuter Gelbsucht erkrankt sind. Der andere Todesfall ist aus Gendrassa, in dem 10.000 Flüchtlinge leben und wo bei 52 Menschen akute Gelbsucht diagnostiziert wurde. In Doro - hier sind 43.000 Flüchtlinge beherbergt - wurde bisher ein Fall diagnostiziert, jedoch keine Todesfälle. Der betroffene Flüchtling kam bereits krank aus Jamam nach Doro.
Hepatitis E trifft besonders junge Menschen im Alter zwischen 15 und 40. In den drei Camps, in denen UNHCR Flüchtlinge mit akuter Gelbsucht registriert hat, sind mehr als die Hälfte der Betroffenen zwischen 20 und 39 Jahre alt. Hepatitis E ist besonders gefährlich für schwangere Frauen. Unter den Flüchtlingen, die gestorben sind, waren fünf schwangere Frauen.


UNHCR in Kooperation mit seinen Partnern verbessert nun die Sanitäreinrichtungen und erhöht die Menge und Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser. Denn Überschwemmungen und verseuchtes Grundwasser gefährden die Flüchtlinge im Südsudan besonders stark.


Flüchtlinge werden zudem von UNHCR über die Ansteckungsgefahr informiert und darüber aufgeklärt, dass sie zu ihrem persönlichen Schutz kein unbehandeltes Wasser trinken, kein rohes oder mit schmutzigem Wasser gewaschenes Essen zu sich nehmen und sich nicht in Gemeinschaftsbecken waschen. Flüchtlinge sollen außerdem keinen Toilettengang im Freien verrichten, sich häufig die Hände waschen und Tiere von ihren Häusern fernhalten.
Bis jetzt gab es keine Krankheitsfälle innerhalb der lokalen Bevölkerung.


Statistiken

- Es sind 169.463 sudanesische Flüchtlinge im Südsudan.
- Von diesen befinden sich 104.960 im Upper Nile State und 64.503 im Unity State.
- UNHCR benötigt 186 Millionen Dollar zur Unterstützung der Flüchtlinge im Südsudan. Bisher hat UNHCR ungefähr 40 Prozent des Betrages erhalten.

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