United Nations High Commissioner for Refugees

Humanitäre Hilfe

© UNHCR


Wenn viele Menschen vor Krieg oder Verfolgung fliehen müssen, finden sie oft zuerst in Flüchtlingslagern Schutz. Innerhalb von kurzer Zeit müssen in solchen Fällen die wichtigsten Güter vor Ort sein, von Zelten über Nahrungsmittel bis zu Medikamenten und Geschirr. Seit mittlerweile 60 Jahren leistet UNHCR humanitäre Hilfe in den Krisenregionen der Welt.

Allein in Afrika lebt die Hälfte aller Flüchtlinge in Flüchtlingslagern. Diese Art der Unterbringung soll eigentlich eine Notlösung sein, doch viele Menschen müssen jahrelang ausharren, da sich die Situation in ihrem Heimatland nicht bessert. Häufig leben mehrere zehntausend Menschen auf engstem Raum.

Das Leben in den Flüchtlingslagern ist gut organisiert. Bei der Ankunft wird jeder Flüchtling registriert. Damit kann UNHCR Hilfsmaßnahmen effizient steuern und besonders Hilfsbedürftige und Vertriebene können gezielt geschützt werden. Durch die genaue Aufnahme der Daten können aber auch Statistiken erstellt werden, die genauen Aufschluss über Flüchtlingsbewegungen geben, wodurch Hilfsmaßnahmen besser geplant werden können. Direkt nach der Registrierung erhalten die Menschen die notwendigsten Dinge: Nahrungsmittel, Decken, Kochgeschirr Wasserkanister und Moskitonetze. UNHCR hat Warenlager auf der ganzen Welt. Dadurch können die Hilfsgüter schnell ins Katastrophengebiet gebracht werden.

Mehr als nur "erste Hilfe"

Zu humanitärer Hilfe gehört aber weit mehr als die materielle und logistische Bereitstellung von Hilfsgütern. Humanitäre Hilfe soll den Menschen auch nachhaltig eine Perspektive für die Zukunft geben. Für Kinder steht Schulbildung an erster Stelle. Mehr als eine Million Jungen und Mädchen im Grundschulalter lernen heute in einer von UNHCR finanzierten Schule - der Bedarf ist aber noch weit größer. UNHCR motiviert Flüchtlinge, sich in der Lagerleitung zu engagieren und aktiv an Entscheidungsprozessen mitzuwirken. In Zusammenarbeit mit anderen Organisationen versucht UNHCR auch Sportveranstaltungen in den Flüchtlingslagern zu organisieren. Mit Ausbildungsprogrammen und Kleinkrediten hilft UNHCR Flüchtlingen ihr eigenes Geld zu verdienen, damit sie bei einer Rückkehr in ihre Heimat oder bei einer Integration ins Aufnahmeland wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen können.

Die UNHCR Hilfsprogramme werden hauptsächlich durch freiwillige Beiträge von Regierungen, dem UN-Nothilfefonds CERF aber auch von Stiftungen und Privatpersonen finanziert. UNHCR ist weltweit in 118 Ländern tätig und arbeitet dabei mit UN-Partnern, Regierungsorganisationen und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Durch diese Zusammenarbeit lassen sich Hilfsgüter, Nahrungsmittel, medizinische und technische Hilfe innerhalb von 72 Stunden an jeden Ort der Welt bringen. Die UNHCR-Mitarbeiter des Emergency Response-Teams (ERT Nothilfe-Team) versuchen auch unter härtesten Bedingungen, humanitäre Hilfe effizient zu organisieren und dort einzusetzen, wo sie am dringendsten benötigt wird.

URL: www.unhcr.ch/mandat/humanitaere-hilfe.html?L=ews%2Fwp-content%2Fplugins%2Fwp%3Dnormal%5C%5C%5C%5C%5C%5C%5C%22%5C%5C%5C%5C%5C%5C%5C%22
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