United Nations High Commissioner for Refugees
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Syrien-Konflikt: UNHCR benötigt weitere Mittel

© UNHCR/unhcr.de

Genf – Einen Monat nach dem dringenden Appell der Vereinten Nationen und ihrer Partner zur finanziellen Unterstützung der syrischen Flüchtlinge in der Türkei, im Libanon und in Jordanien konnten bislang lediglich nur etwa 20 Prozent der benötigten 84 Millionen US-Dollar aufgebracht werden.

Von den 34 beteiligten Organisationen haben acht entsprechende Spendengelder bekommen. Bisher beträgt die zur Verfügung stehende Spendensumme 15,6 Millionen Dollar.

Druck wird größer

Die Hilfsorganisationen benötigen dringend finanzielle Unterstützung für die Versorgung der betroffenen Menschen, um auf akute Notsituationen reagieren zu können. UNHCR, seine Partner und die Nachbarländer der Krisen-Staaten verspüren einen immer größer werdenden Druck auf ihre Ressourcen. Zahlreiche Flüchtlinge sind nahezu mittellos in die Nachbarländer geflohen und sind daher auf die Hilfe vor Ort angewiesen.

Mehr als 61.000 syrische Flüchtlinge werden derzeit in den drei Nachbarländern versorgt. Davon wurden 45.000 von UNHCR und den örtlichen Behörden registriert. 

Ungeachtet der knappen Finanzen werden nach wie vor wichtige Programme und Hilfsmaßnahmen von UNHCR und seinen Partnern durchgeführt. Zu den wichtigsten Elementen dieser Maßnahmen zählt die Luftbrücke, innerhalb derer Decken und Zelte in die Türkei eingeflogen werden. Ferner finanzielle Assistenzprogramme in Jordanien, Identifizierung von besonders schutzbedürftigen Personen in Jordanien und die Sanierung von Unterbringungs- und Gemeindezentren in Jordanien und im Libanon.

Kinder sind schwer traumatisiert

Flüchtlingskinder sind besonders schwer von den Erlebnissen betroffen und traumatisiert. Die Regierungen der Aufnahmestaaten bemühen sich um die Etablierung des Schulunterrichts; UNICEF unterstützt Bildungsprogramme und die psychosoziale Betreuung.

Nahrungsmittel und grundlegende Haushaltsgüter stellen derzeit die größte Sorge der Flüchtlinge dar. Aus diesem Grund hat UNHCR bereits mehr als 30.000 Syrer in Jordanien und dem Libanon versorgt. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) unterstützt Flüchtlinge in Jordanien und dem Libanon ebenfalls mit Nahrungsmitteln.

Regionalplan steht - Gelder bleiben aus

Zahlreiche NGOs – darunter auch die Caritas und die Jordanische Gesellschaft für Gesundheitshilfe – tragen zur medizinischen Versorgung der Flüchtlinge bei. UNICEF leistet einen besonders wichtigen Beitrag bei der Bereitstellung von Schutzimpfungen.

Der syrische Regionalplan, welcher in Zusammenarbeit mit UNHCR entworfen wurde, gilt als Orientierungsrahmen, der auf die besonderen Bedürfnisse der syrischen Flüchtlinge eingeht. Zusätzlich zu den bereits angeforderten 84 Millionen US-Dollar, benötigen die Vereinten Nationen 180 Millionen US-Dollar, um der Syrien-Krise entgegenzuwirken.

 

 

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