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Mali-Krise: UNHCR fliegt ivorische Flüchtlinge aus

© UNHCR/H. Caux

Bamako – Wegen anhaltender Instabilität in Mali und rund um die Hauptstadt Bamako, hat UNHCR in dieser Woche 104 Flüchtlinge aus Côte d’Ivoire ausgeflogen, nachdem auch die Landroute zwischen Bamako und Abidjan aus Sicherheitsgründen nicht mehr passierbar ist.

Durch den Militärputsch der Tuareg am 22. März 2012 und die Übernahme des gesamten nordischen Territoriums in Mali ist die Situation für viele Flüchtlinge im Land äußerst kritisch geworden. Die verängstigten Ivorer haben sich vertrausensvoll an UNHCR gewandt und um Unterstützung bei der Heimkehr gebeten.

Erstversorgung mit warmen Mahlzeiten

Von den 104 Betroffenen, die an Bord der Boeing 737, einer Maschine der UN-Friedensmission in Liberia, gestiegen sind, waren 55 Frauen und Mädchen. Die Maschine war bereits am Dienstag Mittag auf dem internationalen Flughafen von Abidjan gelandet.

Mit Unterstützung des Service d'Aide et d'Assistance aux Réfugiés et Apatrides (SAARA) bekamen die Betroffenen eine warme Mahlzeit und eine finanzielle Starthilfe, bevor sie weiter in ihre Heimat reisen konnten. Die Mehrzahl stammt aus der Gegend um Abidjan; einige wenige aus den westlichen Städten Gagnoa und Daloa.

Die meisten Ivorer sind bereits zurückgekehrt

Bereits im November 2010 war es nach den Wahlen in Côte d’Ivoire zu Ausschreitungen und schweren Kämpfen gekommen; abermals im April 2011. Davon betroffen haben 250.000 Ivorer in 13 Ländern Westafrikas Schutz und Asyl gesucht; 150.000 von ihnen sind bereits zurückgekehrt. Auch von den zusätzlich etwa einer Million Binnenvertriebenen sind die meisten wieder Zuhause. Die Rückkehrer aus Bamako gehören zu einer Gruppe von etwa 2.000 ivorischen Flüchtlingen, die nach den Konflikten in Côte d’Ivoire Asyl in Mali gesucht haben.

UNHCR ist auf weitere Hilfsgesuche und Ausreisewünsche von Ivorern in Mali vorbereitet. Die Instabilität und Unsicherheit im Land hat bereits auch 160.000 Malier zur Flucht nach Burkina Faso; Mauretanien und in den Niger gezwungen; 147.000 sind innerhalb des Landes vertrieben.

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