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Jemen: Flüchtlingspreis-Gewinner eröffnet Grundschule

© UNHCR Yemen
Die Schule im Khazar Refugee Camp bietet Platz für 350 Flüchtlingskinder.

10. September 2012

Genf/Amman - Seit 1954 wird der Nansen-Flüchtlingspreis jährlich an Menschen oder Organisationen für herausragende Verdienste im Bereich der Flüchtlingsarbeit vergeben. Im letzen Jahr gewann die "Society for Humanitarian Solidarity" (SHS) aus dem Jemen die Auszeichnung und baute vom Preisgeld eine Schule, die nun eröffnet wurde.

Die Schule im Khazar Refugee Camp bietet Platz für 350 Flüchtlingskinder. SHS das Preisgeld in Höhe von 100.000 Dollar optimal genutzt. „Diese Schule ist unser Geschenk an die Flüchtlinge“, freut sich Nasser Salim Ali al-Hamairy, Gründer der SHS, über das Projekt. „Wir sind stolz mit SHS einen solch vertraunswürdigen und wertvollen Partner zu haben“, erwidert Naveed Hussain, UNHCR-Beauftragter im Jemen.

SHS: Hilfe seit 1995

Seit 1995 unterstützt SHS Menschen, die nach ihrer Flucht vom Horn von Afrika den Jemen erreichen. Nach ihrer Reise über das Meer sind sie oft traumatisiert, dehydriert und unterernährt. Die SHS-Teams patroullieren regelmäßig entlang der jemenitischen Küste, lesen Überlebende auf und bringen sie in Auffanglager oder in das Kharaz Flüchtlingscamp. Dürre, bewaffnete Konflikte, politische Instabilität und gravierende Verletzungen der Meschenrechte am Horn von Afrika haben zu einer steigenden Zahl von Flüchtlingen und Migranten geführt. 

Auf der Suche nach Sicherheit und Schutz verlassen sie ihr Heimatland und riskieren dabei häufig ihr Leben. Mit dem Nansen-Preis wurde SHS für sein Engagement um diese Menschen ausgezeichnet . „Wir haben uns verpflichtet, Menschen in Not zu helfen, wo immer sie auch sind“, erklärt al-Hamairy die Philosophie der Organisation. „Das ist unsere moralische Verpflichtung, die auf den islamischen Werten und unserer jemenitischen Kultur basiert“. 

Mehr als 225.000 Flüchtlinge im Jemen

Der Jemen ist seit jeher bekannt für seine Gastfreundschaft gegenüber Flüchtlingen. Derzeit beherbergt das Land mehr als 225.000 Flüchtlinge; allein in diesem Jahr sind bisher über 56.000 Flüchtlinge und Migranten an der jemenitischen Küste angekommen.

Das Kharaz Flüchtlingslager beherbergt mehr als 19.500 Betroffene und die Campbevölkerung wächst stetig weiter. Vor allem die Neuankömmlinge vom Horn von Afrika lassen sich zunehmend in dem Lager nieder. Etwa 3.700 Grundschüler befinden sich zur Zeit in dem Camp. Eine neue Schule wurde deshalb dringend benötigt. Mit sechs Klassenzimmern, einem Lehrer- und mehrern Badezimmern bietet das Gebäude Platz für 350 Schüler. So wird das Problem der oft überfüllten Klassenzimmer verringert und auch der Schulweg verkürzt sich für viele Schüler enorm. 

„Mit dem Bau der Schule hat SHS viele Kinder und Eltern glücklich gemacht“, sagt Nasser Salim Ali al-Hamairy. „Die Schule ist nah am Zentrum des Camps gelegen. Das wird die Eltern ermuntern, ihre Kinder auch wirklich zum Unterricht zu schicken.“

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