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Regen flutet Flüchtlingscamps in Kenia und Äthiopien

© UNHCR/B. Bannon
Extrem schwieriges Terrain: Der UN-Konvoi quält sich durch die Wassermassen des Dadaab-Komplexes.

Dollo Ado/Dadaab - Heftige Regenfälle haben Flüchtlingscamps in Äthiopien und Kenia stark beschädigt; 700 Zelte und zahlreiche Zufahrtswege wurden zerstört, Hilfslieferungen für somalische Flüchtlinge stark beeinträchtigt. Im Süden Äthiopiens leben derzeit mehr als 150.000 Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern.

"In den vergangenen Wochen sind in Dollo Ado, im Süden Äthiopiens, täglich etwa 450 neue somalische Flüchtlinge angekommen. In diesem Jahr wurden bislang 8.500 Neuankömmlinge registriert. Damit steigt die Zahl der Flüchtlingsbevölkerung in den Camps dieser Region auf über 150.000," sagte ein UNHCR-Sprecher.

Die Neuankömmlinge geben zumeist noch immer die anhaltende Unsicherheit innerhalb Somalias als Grund für ihre Flucht an. Neuerdings berichten die Flüchtlinge auch über die Furcht vor Zwangsrekrutierungen am Dienst der Waffe.  Andere haben Angst vor Racheakten. Multipliziert mit der Hungersnot in Somalia im vergangenen Jahr suchen viele Sicherheit und Nahrung jenseits der Grenze.

Starker Regen zerstört Infrastruktur

In Dollo Ado wurden etwa 700 Zelte durch den starken Regen zerstört. Schon zwei Wochen zuvor sind in zwei Flüchtlingslagern zusätzliche Plastikplanen verteilt worden, um den Regen zu trotzen. Jetzt erhielten die Familien, deren Zelte nicht standhielten, Ersatzzelte.

Die Zufahrtswege zum Flüchtlingslager Hilaweyn wurden überschwemmt, so dass Hilfslieferungen, darunter auch Trinkwasser, nur mühsam vorankamen. An der Wiederherstellung der Straßen wird momentan gearbeitet. Auch die Landebahn des Flughafens Dollo Ado ist nur für trockene Verhältnisse ausgerichtet. In der Regenzeit sollen Straßenkonvois Hilfslieferungen ersetzen.

Auch Dadaab in Kenia betroffen

Aus dem Flüchtlingskomplex Dadaab, im Nordwesten Kenias, werden ebenfalls heftige Regenfälle gemeldet. Seit Mitte April verteilt UNHCR dort Plastikplanen und Zelte an die über 460.000 Flüchtlinge, deren Unterkünfte durch die Regenfälle beschädigt oder zerstört wurden.

"Unsere Mitarbeiter sind vor Ort, um Planen und andere Hilfsgüter zu verteilen. UNHCR und seine Partner arbeiten gleichzeitig daran, die negativen Effekte einer möglichen Überflutungen jetzt schon einzudämmen. Finanzielle Engpässe behindern diese Arbeit jedoch", sagte UNHCR-Sprecher Adrian Edwards.

Vermehrt Malariafälle befürchtet

Da vermehrt mit Malaria zu rechnen ist, werden Moskitonetze verteilt, die mit Insektiziden behandelt sind. Etwa 220.000 Netze werden in den nächsten vier Wochen in den Flüchtlingslagern von Dadaab (Ifo, Dagahaley und Hagadera) verteilt. Gleichzeitig werden Informationsveranstaltungen angeboten, um die richtige Handhabung und Pflege der Netze zu erklären.

Jahrzehntelange Konflikte und Dürren haben mehr als 980.000 Somalier zur Flucht gezwungen. Die meisten leben in Kenia, im Jemen und in Äthiopien. Weitere 1,36 Millionen Somalier sind Binnenvertriebene. Sie konnten Somalia aus verschiedensten Gründen nicht verlassen.

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