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Guterres und Jolie besuchen Flüchtlingslager in Jordanien

© UNHCR/J. Tanner
UNHCR-Sondergesandte Angelina Jolie im Gespräch mit Experten in Za'atri.

11. September 2012

Amman/Genf - Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, António Guterres besucht heute das Za’atri Camp in Jordanien für syrische Flüchtlinge. Begleitet wird er von der UNHCR-Sondergesandten Angelina Jolie.

Der Besuch ist ein Zeichen der Solidarität mit den syrischen Flüchtlingen. Außerdem möchten Guterres und Jolie damit ihre Anerkennung für den unermüdlichen Einsatz der jordanischen Bevölkerung und der Regierung für die syrischen Flüchtlinge zum Ausdruck bringen. 

Mehr als eine viertel Million Flüchtlinge

Aktuelle Statistiken zeigen, dass mittlerweile mehr als eine viertel Millionen Flüchtlinge (253.106 Menschen) in der Region registriert wurden oder noch auf ihre Registrierung warten. In der vergangenen Nacht trafen Guterres und Jolie einige neuankommende Familien an der syrischen Grenze. Die meisten der Flüchtlinge überqueren die Grenze bei Nacht. 

Frau Jolie wurde von Mitgliedern der jordanischen Armee begleitet, die zuvor bereits den syrischen Flüchtlingen Schutz und Hilfe zukommen ließen. Das Za’atri Camp liegt bei Mafraq nahe der syrischen Grenze. Seit seiner Eröffnung am 29. Juli 2012 wurden dort bereits 28.000 Flüchtlinge aufgenommen. Da die meisten der Vertriebenen in Gastfamilien in den städtischen Gegenden leben, wird die Gesamtzahl der Flüchtlinge in Jordanien weitaus höher geschätzt.

Artillerie- und Luftangriffe dauern an

Derweil dauern die Artillerie- und Luftangriffe auf Dörfer und Städte nahe der jordanischen Grenze weiter an, berichten viele Flüchtlinge. Außerdem, so heißt es, gebe es tausende vertriebene Menschen im Süden Syriens, die bei ihrer Suche nach Sicherheit von Dorf zu Dorf ziehen, bevor sie endlich die jordanische Grenze passieren können.

Die Anzahl der Flüchtlinge, die die Grenze passieren, schwankt von Tag zu Tag und ist abhängig von der Sicherheitslage in Syrien. Insgesamt liegt der Durchschnitt bei 2.000 Neuankünften pro Tag, wenngleich an einigen Tagen unter 1.000 Menschen kommen.

Die Flüchtlinge berichten über Stadtteile in Damaskus, die den Vertriebenen bislang als Unterkunft dienlich waren und nun von Gewalt heimgesucht werden. Betroffene versteckten sich zum Teil in fünf bis sechs Gebäuden, bevor sie Damaskus und Syrien schließlich komplett den Rücken kehren mussten.

Bedingungen bleiben hart

Gemeinsam mit der jordanischen Regierung, UN- und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie Jordan Hashemite Charity arbeitet UNHCR Tag und Nacht an Lösungen für die Situation der Syrer. Die Bedingungen in dem Camp in Za’atri bleiben hart und die meisten der Flüchtlinge leben in Zelten. Mit dem bevorstehenden Winter will UNHCR die gefährdetsten Betroffenen allerdings in vorgefertigte Häuser umsiedeln. Nach heutigem Stand sollen rund 30 dieser Fertighäser pro Tag errichtet werden können.

In der Zwischenzeit machen die Flüchtlinge das Beste aus der Situation: Am Wochenende wurde die erste Hochzeit in Za’atri gefeiert und auch schon zahlreiche Babies haben im Camp das Licht der Welt erblickt.

Antonió Guterres und Angelina Jolie werden folgend sowohl den jordanischen König Abdullah II Ibn Al-Hussein treffen als auch Premierminister Fayez Tarawneh und Außenminsiter Nasser Judeh.

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