United Nations High Commissioner for Refugees
  • Schriftgröße  Normal size text Increase text size by 10% Increase text size by 20% Increase text size by 30%
  • Drucken Drucken
  • Empfehlen Empfehlen
An Email: *
Ihr Name: *
Ihre Email: *
Ihre Nachricht:
Felder mit * müssen ausgefüllt werden. Die Angaben aus diesem Formular werden nicht gespeichert oder an Dritte weitergegeben.

Erneut Tausende auf der Flucht in Nord Kivu

© UNHCR/M. Hofer
Zwei Frauen holen Wasser in einem Camp in der DR Kongo.

23 November 2012

Goma - Aufgrund der aktuellen Kämpfe in und um Goma zeigt sich UNHCR extrem besorgt über die Situation von vertriebenen Menschen aus der Provinz Nord Kivu in der Demokratischen Republik Kongo. Besonders ernst ist die Situation für Kinder und andere gefährdete Gruppen.
Durch den Ausbruch der Gewalt haben UNHCR und seine Partnerorganisationen momentan zu den meisten der 31 Camps in Nord Kivu, in denen normalerweise insgesamt 108.000 Menschen versorgt werden, sehr eingeschränkten Zugang. Derzeit kann nur Mugunga III, das westlich der Provinzhauptstadt Goma liegt, erreicht werden.
Tausende Zivilisten zur Flucht aus Goma gezwungen
Die verstärkten Kämpfe zwischen Regierungstruppen und M23 Rebellenkämpfern zwingen weiterhin tausende Zivilisten zur Flucht aus dem Gebiet. Es wird von zahlreichen Vorfällen von Gewalt gegen Zivilisten berichtet.

In Goma berichteten UNHCR-Partnerorganisationen vor Ort von mehr als 60 gewalttätigen Übergriffen auf Zivilisten. Berichten zufolge wurden acht Menschen getötet, zahlreiche Häuser und Geschäfte wurden geplündert.
500 Kinder wurden erneut zu Flüchtlingen
Leila Zerrougui, Mitarbeiterin des Büros des Sonderbeauftragten des UNO-Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte, berichtet, dass 16 Kinder während der Kämpfe zwischen der M23 und den kongolesischen Truppen im Kugelhagel verletzt wurden. Weitere 500 unbegleitete Minderjährige, die in Goma Unterstützung erhalten hatten, bevor die Stadt am Dienstag durch die M23 eingenommen wurde, sind nun erneut vertrieben oder als Flüchtlinge in Ruanda.
UNHCR appelliert erneut an alle Konfliktparteien, sämtliche Handlungen zu vermeiden, die Zivilisten in Gefahr bringen.
Das UN-Büro für die Koordinierung von humanitären Angelegenheiten geht davon aus, dass derzeit mehr als 1.6 Millionen Binnenvertriebene in Nord und Süd Kivu sind, darunter 285.000 Menschen, die allein zwischen Juli und September dieses Jahres vertrieben worden sind.

« zurück

URL: www.unhcr.ch/presse/nachrichten.html
copyright © 2001-2014 UNHCR - all rights reserved.