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Appell gegen NGO-Verbot in Bangladesch

© UNHCR/K.McKinsey
Ein Junge aus dem Rakhine-Staat in einem Flüchtlingslager in Bangladesch.

Bangkok - UNHCR appelliert an die Regierung in Bangladesch die NGO-Unterstützung für nicht registrierte Menschen aus dem Rakhine-Staat in Myanmar weiterhin sicherzustellen. Am vergangenen Donnerstag wurden drei Nichtregierungsorganisationen - Ärzte ohne Grenzen, Aktion gegen den Hunger und Muslim Aid UK - von den Behörden Bangladeschs angewiesen, ihre Aktivitäten im Südosten rund um die inoffiziellen Lager nahe Cox Bazar zu stoppen.

40.000 nicht registrierte Flüchtlinge

Wenn die Arbeit der NGOs verhindert wird, wird dies schlimme Auswirkungen auf die humaitäre Versorgung der rund 40.000 nicht registrierten Personen haben.  Die Flüchtlinge sind in den letzen Jahren aus Myanmar geflohen und haben sich in den provisorischen Standorten Leda und Kutupalong niedergelassen. Die Dorfbewohner in der Nähe der Camps sind ebenfalls betroffen, da auch sie von der grundlegenden Unterstützung der NGOs profitiert haben.

30.000 registrierte Flüchtlinge

UNHCR fordert die Regierung in Bangladesch auf, ihre Entscheidung zu überdenken und diese im Einklang mit der langen Tradition der Gastfreundschaft gegenüber Menschen, die aus Myanmar im Laufe der Jahre geflüchtet sind, zu bringen. Zusätzlich zu der nicht registrierten Bevölkerung gibt es rund 30.000 registrierte Flüchtlinge, die in zwei offiziellen Camps in Cox Bazar leben.

Anfang der Woche wurde erneut über Gewalt im Norden des Rakhine Staates in Myanmar berichtet. UNHCR hat unbestätigte Aussagen,  dass einige Dörfer in der Kyauk Taw Gemeinde nördlich von der Landeshauptstadt Sittwe angezündet wurden. Berichten zufolge sind viele der jungen Männer geflüchtet und hinterließen Frauen und Kinder.

Hilfsplan für 80.000 Menschen

Die Vereinten Nationen und ihre Partner haben einen Hilfsplan entwickelt, um rund 80.000 Menschen zu unterstützen, die entweder vertrieben wurden oder auf andere Weise durch die Zusammenstöße im Rakhine-Staat seit dem Juni betroffen sind. Bisher hat UNHCR Nothilfe für mehr als 40.000 Menschen in Form von Plastikplanen, Decken, Schlafmatten, Moskitonetze und Küchensets verteilt. Zur Zeit werden die Bestände in Cox Bazar aufgestockt und es ist geplant, diese mit dem Boot über den Fluss Naf zum Rakhine-Staat zu liefern.

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URL: www.unhcr.ch/presse/nachrichten.html
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